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Michaels4tel - Neues aus Lohmar





Neueste Entwicklungen bei den Lohmarer Höfen

18 rumänische Bauarbeiter in Not

Das Projekt "Lohmarer Höfe"
des Investors 3C Real Estate und des Architekten Helmut Rübsamen scheint nicht unter einem guten Stern zu stehen.

Anfang Juli sind 18 rumänische Arbeiter
auf der Grossbaustelle der 'Lohmarer Höfe' mitten im Ort regelrecht gestrandet. Seit ihre mehrwöchigen Arbeitsverträge am 30. Juni ausgelaufen
sind, harrten sie aus in den engen, gelben Containerbaracken - ohne ihren verdienten Lohn bekommen zu haben, ohne Geld für Essen und Trinken und ohne ausreichende Sprachkenntnisse in einem für sie fremden Land.

Wie eine Dolmetscherin den Arbeitern am Rande der Grossbaustelle nach und nach entlocken konnte, hätten die Männer am Morgen des 03. Juli, einem Donnerstag, eigentlich von einem Bus abgeholt und in ihre Heimat zurückgebracht werden sollen. Jedem Arbeiter, so übersetzte die Dolmetscherin, seien dafür 100 Euro angeboten worden - vermutlich als Abfindung, um auf weitere Lohnforderungen zu verzichten und über den gesamten Vorgang zu schweigen.

Einen ereignisreichen Freitag durchlebten die 18 rumänischen Bauarbeiter dann.

Zunächst rückten am Morgen zwei Streifenpolizisten mit einem Einsatzfahrzeug an, nachdem zuvor erneut Druck auf die Männer ausgeübt worden sein soll mit dem Ziel, die Lohmarer Grossbaustelle umgehend zu verlassen.

Die Beamten in Uniform versuchten, sich trotz erheblicher Verständigungsprobleme ein genaues Bild der Lage zu machen.



Am frühen Nachmittag kam danach ein PKW mit Coesfelder Kennzeichen auf das Baustellengelände. Ein Geldbote der Firma 'Oevermann' stieg aus, eilte mit zwei dicken schwarzen Ledertaschen quer über die Baustelle und verschwand schliesslich im Büro der Bauleitung.

Dieses Unternehmen, das auf der Lohmarer Grossbaustelle vom Projektentwickler '3C Real Estate' als Generalunternehmer eingesetzt ist, hatte sich zuvor öffentlich bereit erklärt, die wohl schon an ein offenbar betrügerisch agierendes Subunternehmen ausgezahlten Lohngelder nochmals auszuzahlen - diesmal aber direkt an die betroffenen Arbeiter in Lohmar.

Danach erschien noch ein Rechtsanwalt, der sich der gestrandeten Bauarbeiter angenommen hatte.

Trotz vieler Freudentränen war die Affäre am Freitagabend noch nicht zu Ende.


Das Kölner Hauptzollamt ermittelt in diesem Fall und in einem ähnlichen aus Bergisch Gladbach intensiv weiter.

Und der angekündigte Bus für die Rückfahrt nach Rumänien war bis 19 Uhr auch noch nicht vorgefahren. Wie 'lohmar.info' vor Ort von den Arbeitern erfuhr, sei die Rückreise auf Samstagvormittag verschoben worden. Dann, so die Männer, solle es in zwei Minibussen endgültig zurück in die Heimat gehen.

Für weitere Infos

http://www.lohmar.info/b007.html

http://www.lohmar.info/b008.html

http://www.lohmar.info/b009.html

http://www.rp-online.de/public/article/leverkusen/586053/Rumaenische-Gastarbeiter-ausgebeutet.html

http://www.ksta.de/html/artikel/1214566329773.shtml

http://www.ksta.de/html/artikel/1214566250061.shtml


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